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Neue Studie zeigt: Instant Messaging gehört zum Krankenhausalltag

Wie Kliniker:innen heute Instant Messaging-Dienste nutzen und was sie dabei beachten sollten.

Verfasst von Christina Debbelt, Freie Autorin E-Mail schreiben
© Dimitri Karastelev on Unsplash

In Kürze:

  • Schnelle Kommunikation von Patientendaten ist in der täglichen klinischen Praxis enorm wichtig.

  • Aktuelle Studien zeigen: Etwa 9 von 10 Kliniker:innen senden und empfangen routinemäßig klinische Daten über Instant Messaging-Dienste.

  • 63 % der Befragten sehen den Datenschutz bei herkömmlichen App-Anbietern als größtes Problem.

“Hier das EKG von Fr. Müller” – schnell wird der Ausdruck abfotografiert und per Messenger an die Kollegin geschickt. “Kümmer mich drum”, antwortet diese wenige Minuten später. Moderne Kommunikationsmittel wie Instant Messaging haben längst Einzug in den Klinikalltag erhalten. Warum auch sollte es im Krankenhaus anders sein als im Privatleben?

Doch wie verbreitet mittlerweile die digitale Kommunikation in der klinischen Praxis ist, das hat eine kürzlich im Journal “EP Eurospace” veröffentlichte Studie bestätigt: Etwa 90 % der befragten Kliniker:innen senden und empfangen routinemäßig klinische Daten über Dienste wie WhatsApp, SMS oder Siilo. 

Kommunikation über Messenger unter Kliniker:innen extrem beliebt

An der Umfrage beteiligten sich 287 medizinische Fachleute aus 33 Ländern. Die Kommunikation über Messenger ist demnach weltweit zu einer der beliebtesten Kommunikationsformen in Krankenhäusern geworden. Kliniker:innen schreiben sogar lieber eine Nachricht statt zum Telefonhörer zu greifen, eine E-Mail zu schreiben oder einen Videoanruf zu starten. Nur den persönlichen Kontakt bevorzugen viele noch vor der Kommunikation per Chat. Doch das persönliche Gespräch ist im hektischen Arbeitsalltag oft kaum möglich: Unterschiedliche Schichtpläne, lange OP-Zeiten und eine hohe Arbeitsbelastung sorgen dafür, dass Kontaktpunkte fehlen und Informationen leicht verloren gehen können. Wenn eine Ärztin wichtige Informationen nicht direkt ihrem Kollegen zurufen kann, dann ist die Nachricht per Messenger der beste und sicherste Weg, Wissen zu sichern. Die asynchrone Kommunikation sorgt also sowohl für Entlastung als auch Sicherheit in der Informationsweitergabe.

Kliniker:innen sehen Datenschutz und rechtliche Fragen bei herkömmlichen Messenger-Diensten kritisch

Die Kommunikation über externe Messenger hat allerdings auch Nachteile: 63 % der befragten Kliniker:innen geben an, sie sehen Datenschutzprobleme bei den herkömmlichen App-Anbietern als den größten Nachteil bei der Nutzung. Die auf den Plattformen gespeicherten Patientendaten bei herkömmlichen Apps sind nicht zwingend legal und sicher gespeichert. Und gerade im Gesundheitswesen gelten besondere Anforderungen an den Datenschutz.

Neben rechtlicher Bedenken gibt es noch eine weitere Schwachstelle: Herkömmliche Apps sind nicht mit passgenauen Funktionen ausgestattet, die klinische Teams in ihrem Arbeitsalltag entlasten. 

Unser Team aus Entwickler:innen und Mediziner:innen weiß aus eigener Erfahrung um die Herausforderungen im Klinikalltag. Wir haben deshalb in Kumi eine Chatfunktion integriert, die es ermöglicht, sich asynchron auszutauschen und Aufgaben effizienter zu kommunizieren.

Wie genau funktioniert das? Jeder Patient und jede Patientin durchläuft von Anfang an einen individuellen, auf SOPs basierenden digitalen Behandlungsplan. Dabei beinhaltet jede Kumi-Patientenkarte ein eigenes „Message-Board“, in dem Teammitglieder über einen Chat miteinander in Echtzeit kommunizieren können. Der Vorteil: Die Konversationen sind mit den klinischen Pfaden in der Kumi-Patientenkarte verbunden und mit Name, Geburtsdatum, Patienten-ID, Fallnummer sowie Behandlungsplan der Patientin oder des Patienten verknüpft. Nachrichten können so direkt im Zusammenhang interpretiert werden.

Damit lösen wir außerdem Datenschutzprobleme beim Instant Messaging. Denn Kumi erfüllt alle technischen Sicherheitsstandards und ist datenschutzkonform. Außerdem werden die versendeten und empfangenen Daten nicht auf externen sondern auf den krankenhauseigenen Servern gespeichert. 

Die gesamte Studie "Use and misuse of instant messaging in clinical data sharing: the EHRA-SMS survey" lesen Sie hier.

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Veröffentlicht am 24. Juni 2021